NEWS / SMR: Toshiba liefert erste Nearline-HDDs bis 34 TB aus

M12-Serie für Hyperscaler und Cloud Service Provider
Heute 16:45 Uhr

Toshiba Electronics Europe kündigt mit der M12-Serie neue 3,5-Zoll-Nearline-HDDs für Hyperscaler und Cloud Service Provider an, die große Rechenzentren betreiben. Die neue Festplattenserie setzt auf Shingled Magnetic Recording (SMR) und bietet Speicherkapazitäten von 30 bis 34 TB. Erste Muster werden bereits ausgeliefert. Darüber hinaus plant Toshiba, im dritten Quartal 2026 mit der Auslieferung von Mustern der M12-Laufwerke zu beginnen, die mit Conventional Magnetic Recording (CMR) arbeiten und bis zu 28 TB bieten.

Am 31. März ist World Backup Day – eine internationale Initiative, die Unternehmen und Privatpersonen jährlich daran erinnern soll, wie wichtig die Sicherung und der Schutz ihrer Daten ist. Beides ist sogar wichtiger denn je, da digitale Services und Videoinhalte kontinuierlich an Bedeutung gewinnen, mehr und mehr Cloud-Services genutzt werden und – nicht zuletzt – auch der Einsatz datenintensiver KI-Anwendungen zunimmt, wodurch die weltweit generierten und gespeicherten Datenmengen rapide anwachsen.

Rechenzentren, in denen ein Großteil dieser Daten gespeichert wird, haben daher einen steigenden Bedarf an Festplatten mit hohen Kapazitäten und hoher Performance, um Systemkonfigurationen effizienter gestalten zu können. Die M12-Serie wurde speziell entwickelt, um diese Anforderungen zu erfüllen, und erhöht die Speicherkapazität im 3,5-Zoll-Standard-Formfaktor für Nearline-HDDs deutlich.

Toshiba liefert erste Nearline-HDDs mit 30 bis 34 TB auf SMR-Basis aus.

Toshiba liefert erste Nearline-HDDs mit 30 bis 34 TB auf SMR-Basis aus. (Bildquelle: Toshiba)

Die Laufwerke der M12-Serie basieren auf den Design- und Analysetechnologien von Toshiba, die im Zuge der Entwicklung von schlanken und kompakten Produkten immer weiter verfeinert wurden. Im Unterschied zu früheren HDD-Generationen wie der MG11-Serie mit CMR und der MA11-Serie mit SMR sind sie mit einer zusätzlichen Magnetscheibe bestückt, sodass nun insgesamt elf Disks im Gehäuse stecken. Darüber hinaus wird das bisher als Basismaterial für die Platten verwendete Aluminiumsubstrat durch Glas ersetzt, was dünnere Designs ermöglicht und die Langlebigkeit verbessert. Die Laufwerke besitzen eine Helium-Füllung und kombinieren Toshibas proprietäre Aufzeichnungstechnologie Flux Control Microwave-Assisted Magnetic Recording (FC MAMR) mit SMR, um Kapazitäten von 30 bis 34 TB zu erreichen.

Die SMR-Technologie erhöht die Datendichte, indem Datenspuren überlappend geschrieben werden – so ähnlich wie sich Schindeln auf einem Dach überlappen. Aufgrund dieser Überlappung können zufällige Schreibvorgänge allerdings zu Leistungseinbußen führen. Um diese zu vermeiden, setzen die M12-HDDs auf eine vom Host gemanagte SMR-Architektur, bei der das Hostsystem die Platzierung und das Neuschreiben von Daten organisiert. Dieser Ansatz erlaubt ein effizienteres Daten-Handling und verringert Leistungseinbußen in Servern und Speichersystemen.

Die neuen SMR-HDDs bieten eine maximale Datentransferrate von 282 MiB/s, eine Verbesserung von etwa 8 Prozent gegenüber den Vorgängergenerationen, während die Leistungsaufnahme pro Terabyte (W/TB) etwa 18 Prozent niedriger ist. Sie sind für einen 24/7-Betrieb sowie eine jährliche Arbeitslast (Workload Rating) von 550 TB ausgelegt und haben eine MTTF/MTBF von 2,5 Millionen Stunden. Ihre jährliche Fehlerrate (AFR) liegt bei 0,35 Prozent.

Mit Blick auf die Zukunft plant Toshiba, die Kapazität von Festplatten durch den Einsatz von Aufzeichnungstechnologien der nächsten Generation – darunter Heat Assisted Magnetic Recording (HAMR) – sowie durch Produkte mit 12 Disks weiter zu steigern. Die Erhöhung der Festplattenkapazität ist entscheidend, um den stetig wachsenden Speicherbedarf von Rechenzentren zu decken.

Quelle: Toshiba PR - 31.03.2026, Autor: Patrick von Brunn
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