Die Tonwertdarstellung eines Monitors beschreibt, wie fein abgestuft Helligkeiten von Schwarz bis Weiß wiedergegeben werden. Sie hängt maßgeblich von der sogenannten Gammakurve ab, welche den Zusammenhang zwischen dem Eingangssignal (z.B. RGB-Wert) und der resultierenden Luminanz des Displays beschreibt. Da das menschliche Auge Helligkeitsunterschiede nicht linear wahrnimmt, wird die Signalverarbeitung bewusst nichtlinear gestaltet. Diese Nichtlinearität wird über den Gammawert definiert: Ein typischer Standardwert von γ = 2.2 entspricht dem sRGB-Standard und sorgt für eine natürliche, kontrastreiche Darstellung der Mitteltöne. Ein niedrigerer Gammawert (z.B. 1.8) führt zu helleren, flacheren Tonwerten, während ein höherer Wert (z.B. 2.4) die Darstellung dunkler und kontrastreicher erscheinen lässt.
Zur Beurteilung der Tonwertwiedergabe wird häufig ein Graustreifen (Graurampe) verwendet – eine Reihe neutraler Grauwerte von Schwarz bis Weiß. Mit einem Messgerät wie der Datacolor Spyder lässt sich die tatsächliche Luminanz jeder Stufe erfassen. Aus diesen Messungen wird die reale Gammakurve berechnet und mit Referenzverläufen (z.B. γ = 1.8 oder 2.2) verglichen. Eine lineare, gleichmäßig ansteigende Kurve zeigt eine korrekte Umsetzung der Tonwerte; Abweichungen deuten auf eine falsche Gammaeinstellung oder ungleichmäßige Panelcharakteristik hin.
Zusätzlich liefert der Graustreifen Informationen über die Farbneutralität der Graustufen. Ein ideal kalibrierter Monitor zeigt von den Schatten bis zu den Lichtern neutrale Grauwerte ohne Farbstich. Weichen einzelne RGB-Kanäle voneinander ab, entstehen sichtbare Farbtönungen in bestimmten Helligkeitsbereichen.
Die gemessenen Gammakurven unseres Testkandidaten im Vergleich.
Die gemessenen Graustreifen unseres Testkandidaten im Vergleich.
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